Geschichte

Spielmannszüge hat es schon lange vor 1924 in der Stadt gegeben. Wie Stadtarchivar Hermann Terlinden zu berichten weiß, gab es mit Sicherheit schon im Jahre 1733 einen Spielmannszug. Wie dieser ausgesehen hat und instrumental besetzt war, ist jedoch nicht überliefert. Dagegen ist den älteren Mitbürgern sicherlich noch der Spielmannszug des Reeser Kriegsvereins ein Begriff. Die alten Trommler und Pfeifer dieses Kriegsvereins, der ein Relikt aus der Kaiserzeit war und lange Zeit von "Stockhorst mät de Plüm" angeführt wurde, haben sich nach dem Ende des 1. Weltkriegs nicht wieder zu einer Spielgemeinschaft zusammengeschlossen. Die Gründe hierfür sind nicht bekannt, könnten aber in den Schwierigkeiten und Wirren der Zeit vermutet werden. Wie auch immer, geblieben aber ist die Freude manches jungen Mannes aus Rees an der Marschmusik, am Flötenspiel und Trommelschlagen. Es war also nur eine Frage der Zeit und des Engagements, bis ein neuer Spielmannszug ins Leben gerufen wurde. So fanden sich, auf Initiative von Fritz Roos, musikbegeisterte junge Leute zusammen, um in Zukunft gemeinsam zu musizieren. Bemerkenswert ist vielleicht noch ein interessanter Auszug aus der Geschichteder hl. Katharina. Heißt es doch dort: "Da am Tag der hl. Katharina (25.November)die Adventszeit, die "stille" oder "geschlossene" Zeit nicht mehr fern ist, sagt der Volksmund: "Katharina - schließt Trommel und Pfeifen ein". Demnach scheint es tatsächlich in früheren Jahren in dieser Zeit keine Auftritte mit Marschmusik gegeben zu haben. Diese Aussage hat aber spätestens um 1970, da man auch Volks - und Weihnachtslieder in das Repertoire aufgenommen hatte, seine Gültigkeit verloren. Man gestaltete jetzt auch musikalische Nikolaus - oder Weihnachtsmärkte usw.